Abschaffung Vergnügungssteuer

Eine Erhebung über die Vorschreibung und Einhebung der Vergnügungssteuer im Zuge der Revision durch die Gemeindeaufsicht ergab, dass die Vergnügungssteuer aufgrund des hohen Bürokratieaufwandes im Vergleich zu den Personalkosten im Zentralamt äußerst ineffizient ist.

Für Veranstaltungen wurden in der Gemeinde Wildschönau noch nie Vergnügungssteuer eingehoben, da Veranstaltungen in all den Jahren (erste GR-Beschlüsse dazu in den 1960er-Jahren) immer als Bereicherung für das Tal gesehen und begrüßt wurden. Hinzu kommen die schwer nachvollziehbaren unterschiedlichen Sätze für verschiedene Veranstaltungsarten. Der dadurch entstehende Aufwand für Vereine, Veranstalter und allfällige Gegensubventionen durch den Gemeinderat stehen in keiner Relation zu den Einnahmen.

Die Vergnügungssteuer wurde aus diesem Grund lediglich für die Aufstellung von Spielautomaten (Tischfußball und Dart) eingehoben. Bgm. Hannes Eder erläuterte hiezu die Aufstellung über das Aufkommen an Vergnügungssteuern im Jahr 2016 iHv € 832,70. Für Sperrstundenverlängerungen lt. § 19 Tiroler Vergnügungssteuergesetzes konnten im Jahr 2016 € 12,80 eingenommen werden.

Bgm. Hannes Eder sprach sich daher dafür aus, hier im Sinne der Bürgerfreundlichkeit Bürokratie abzubauen und die Vergnügungssteuer abzuschaffen. Im Plenum des Gemeinderates war man sich darüber schnell einig. Somit wurde die Vergnügungssteuer rückwirkend ab 01.01.2017 ersatzlos aufgehoben.

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