Bernauerhöfe

Bei der gestrigen Gemeinderatssitzung wurde, nach einer durchaus kontroversen Diskussion, der Grundstein für die für die Umsetzung des Projektes Bernauerhöfe gelegt.

Projektbeschreibung und Betriebskonzept: Die Fa. Bernauerhof GmbH ist Eigetümerin des ehem. Hotels Bernauerhof und beabsichtigt, zusätzliche Flächen in Bernau (Teilflächen vom “Melchamfeld”) zu erwerben um darauf unter Zuhilfenahme eines Investors bzw. Betreibers eine so genannte Hoteldorfanlage zu errichten. Grundkauf und Projektentwicklung erfolgt durch die Bernauerhof GmbH. Für die Projektrealisierng sollen Investoren in die Betreibergesellschaft mitaufgenommen werden oder sie erwerben Eigentum an parifizierten Anteilen der Anlage. Diese Anteile sind dem Hotelbetreiber, der Alpenhaus Management GmbH, zu Vermietung zu überlassen. (Sog. Investorenmodell)

Referenzprojekte: www.alpenhaus-kaprun.at,  www.alpenhaus-katschberg.at, www.alpenhaus-gastein.at

Die Gemeinde Wildschönau wird sowohl mit der Bernauerhof GmbH als auch mit den einzelnen nachfolgenden Eigentümern Raumordnungsverträge zur Sicherstellung der Nutzung zu ausschließlich touristischen Zwecken schließen. Vertragsverletzungen und die Schaffung von Freizeitwohnsitzen werden mit hohen Vertragsstrafen sanktioniert.

Das Projekt soll in zwei Baustufen umgesetzt werden. Es ist geplant, in einer ersten Baustufe das Haupthaus mit einer Tiefgarage, Verwaltung, Restaurant, Seminarräumen und Hotelzimmern  zu errichten. Ebenso sollen in diesem Bauabschnitt ca. 15 Appartementhäuser in Anlehnung an lokaltypische Bauernhäuser  mit bis zu sieben Appartements geschaffen werden. Diese kleinen bis mittelgroßen Gebäude sollen um das Haupthaus gruppiert werden, wobei ein Ausgleich zwischen Bebauungsflächen und Gartenflächen angestrebt wird. Ein mittig situierter Schwimmteich soll zur Auflockerung beitragen. Letztlich soll der Eindruck eines Weilers entstehen. Zu einem späteren Zeitpunkt soll, je nach Auslastung und Wirtschaftlichkeit  eine zweite Baustufe realisiert werden, in der weitere Appartementhäuser errichtet werden sollen.

Grundsätzlich fand das Projekt im Gemeinderat breite Zustimmung, da das Projekt eine Chance zur touristischen Entwicklung in der Wildschönau darstellt. Diskutiert wurden die Auflagen für den Grundeigentümer, vor allem die Frage, ob gleichzeitig mit dieser Widmung für den Tourismusbetrieb auch darüber hinausgehend weitere Bauflächen für Einheimische zur Verfügung gestellt werden müssen.

Letztendlich wurde die Umwidmung für Baustufe I und die Änderung des Örtlichen Raumordnungskonzeptes für Baustufe II mit 15 Ja-Stimmen zu 2-Nein-Stimmen beschlossen. Gleichzeitig mit dem Beschluss wurden auch die Auflagen für den Grundeigentümer festgelegt: Bei einem neuerlichen Ansuchen auf Umwidmung durch den Grundeigentümer Silberberger sind mindestens 10 Baugrundstücke der Gemeinde Wildschönau zur Vergabe an Einheimische entsprechend den Richtlinien für Leistbares Wohnen zur Verfügung zu stellen.

 

Baustufe I:

 

 

Baustufe II:

Visualisierung Einzelgebäude