Biomasse-Heizanlage Wildschönau – Zwischeninformation

Wärme aus Biomasse - nachhaltiger Rohstoff aus der Region!

Wärme aus Biomasse – nachhaltiger Rohstoff aus der Region!

In Sachen Biomasse-Heizanlage Standort Oberau wird intensiv an der Lösung für die Zukunft gearbeitet. Dazu werden neben den Beteiligten auch Experten eingebunden und vor allem auch wird die Bevölkerung laufend über den Stand der Dinge informiert. Es geht um die Frage, ob mit einem neuen, modernen Kessel die bisherigen Probleme gelöst werden können, oder ob dies nur durch eine Verlegung des Standorts möglich ist.

Die Machbarkeitsstudie bezüglich einer Standortverlegung durch die Fa. SEEGEN hat ergeben, dass eine Verlegung zu den derzeitigen Bedingungen nicht umsetzbar ist. Diese Studie wurde bereits bei der öffentlichen Gemeindeversammlung am 11. Juli 2016 präsentiert.
Deshalb haben wir zahlreiche weitere Untersuchungen durchführen lassen und Verhandlungen mit den Betreibern geführt. Das hat schließlich dazu geführt, dass am 19. August folgendes vereinbart wurde: Der Heizkessel am bestehenden Standort wird erneuert. Das soll die Situation spürbar verbessern.

Im Zuge dieser Vereinbarung erfolgte am 29. August der Beschluss zur Änderung des Raumordnungskonzeptes und des Flächenwidmungsplans im Gemeinderat. Dazu wurden alle Hintergrundinformationen auf der Informationsplattform der Gemeinde Wildschönau am 6. September 2016 öffentlich präsentiert und auch in der Gemeindezeitung abgedruckt. Dieser Bericht kann hier nachgelesen werden…

Am 13. September fand eine Besprechung mit Vertretern des Gemeinderates, der Neuen Musikmittelschule, der Bäuerlichen Heizgenossenschaft, der Anrainer und mit Sachverständigen der Fa. SEEGEN und SPIEGLTEC statt. (Besprechungsprotokoll dazu hier…)
Dabei wurde das Heizhaus in Oberau gemeinsam besichtigt und die wichtigsten Kenndaten der Heizanlage wurden durch die bäuerliche Heizgenossenschaft präsentiert. (sh. auch Kennzahlen…)

Der aktuelle Stand der Gutachten schaut folgendermaßen aus:

  • Laut Ausbreitungsrechnung der ZAMG bleiben die Immissionen deutlich unterhalb der Irrelevanzschwelle (das ist jener Wert, ab dem eine Gesundheitsgefährdung nicht mehr ausgeschlossen werden kann), wenn ein neuer, moderner Kessel am derzeitigen Standort den alten ersetzt.
  • Mit einem umweltmedizinischen Gutachten von Dr. Fuchsig wurden die Berechnungen der Fa. SEEGEN und der ZAMG einer weiteren Überprüfung unterzogen. Auch dieses Gutachten bestätigt, dass mit einem neuen Kessel aus Sicht der Umweltmedizin keine Bedenken gegen einen Verbleib an diesem Standort bestehen. ( Gutachten im Original…)
  • Die Einhaltung der emissionsseitigen Grenzwerte nach Umsetzung des Projektes wurde auch durch die schriftliche Zusage des Planungsbüros SEEGEN sowie durch die Bäuerliche Heizgenossenschaft garantiert.

Insgesamt stellen die Gutachten also fest, dass im Falle eines Austausches des Kessels in der Anlage der Bestand am aktuellen Standort in Zukunft möglich ist und auch für Anrainer und Schule IN ZUKUNFT keine Beeinträchtigungen mehr auftreten!

Dies ist die eine Seite.

 

Auf der anderen bleibt bei der Bürgerinitiative weiterhin der Wunsch nach einer Standortverlegung aufrecht.

Selbstverständlich gehen die Gespräche und die Suche nach einer gemeinsamen Lösung daher weiter. So wurde in mehreren Gutachten die Variante Kesseltausch am aktuellen Standort sehr sorgfältig überprüft – auch und vor allem, was die Auswirkungen für Anrainer und Gesundheitsgefährdung betrifft. Außerdem wurde vereinbart, dass die Fa. SEEGEN und SPIEGLTEC noch einmal gemeinsam damit beauftragt werden, eine Lösung für eine umsetzbare Variante zu einer Standortverlegung der Biomasse-Heizanlage zu suchen. Bei den Untersuchungen ist auch ein Techniker eingebunden, der das Vertrauen von Herrn Schroll als Vertreter der Bürgerinitiative genießt. Dazu gibt es derzeit noch keine endgültigen Ergebnisse, aber eines zeichnet sich bereits ab: Eine Verlegung ist nur dann wirtschaftlich sinnvoll und umsetzbar, wenn das Versorgungsgebiet vergrößert und damit die Kapazität der Anlage erweitert wird. Für eine derartige Investion müssen außerdem Investoren gefunden werden, denn die Heizgenossenschaft könnte das alleine nicht stemmen.

Es wird weiterhin sehr offen gearbeitet! Das Ziel aller Anstrengungen und Gespräche ist es, eine Lösung zu finden, die auch für die Zukunft den Einsatz des nachwachsenden Rohstoffes Holz für die Wärmegewinnung in der Wildschönau möglich und für die Anrainer verträglich macht.

Wir werden auch weiterhin ganz offen informieren!

Bgm. Hannes Eder