Eröffnung des Thierbacher Labyrinths

„Im Labyrinth verliert man sich nicht, man findet sich.“       Hermann Kern

Ein Labyrinth ist ein altes Symbol der Menschheit für den Lebensweg. Ein Labyrinth ist meistens ein ebenerdiger Weg, der ohne Abzweigung oder Sackgasse zur Mitte führt.Irrgärten mit hohen Hecken sind erst eine spätere Entwicklung des Labyrinths, die aber einen anderen Sinn erfüllen. Das klassische Labyrinth findet man auf 3000 Jahre alten kretischen Münzen, bei den Römern, bei den seefahrenden Völkern des Nordens, in Indien und sogar bei einigen Indianerstämmen in Nordamerika, am häufigsten und vielfältigsten jedoch in unserer eigenen mitteleuropäischen Kultur, vor allem in Handschriften und Kirchen, als Bodenmosaike oder Rasenlabyrinthe. In unserer Zeit wird die Faszination der Labyrinthe wieder neu entdeckt, und an vielen unterschiedlichen Orten werden neue Labyrinthe gebaut.

Am Thierbacher Koglweg wurde im Sommer 2016 auf Initiative der Erwachsenenschule Wildschönau und des Kulturvereins WANAKU nach Plänen von Gernot Candolini, Innsbruck, ein Labyrinth errichtet. Dank gebührt dem Grundbesitzer Peter Klingler vom Wiem-Hof für sein Einverständnis, der Gemeinde und dem Tourismusverband Wildschönau sowie der Stammtischrunde Thierbach für großzügige und tatkräftige Unterstützung.

Dieses Labyrinth wird am Sonntag, 17. Juli 2016 ab 17.00 Uhr feierlich eröffnet. Der Treffpunkt für alle Teilnehmer der Eröffnungsfeier ist beim Wiemhof in Thierbach.

EINLADUNG_Labyrinth

 

Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen, die sich über die Dinge ziehn. Ich werde den letzten vielleicht nicht vollbringen, aber versuchen will ich ihn.
Ich kreise um Gott, um den uralten Turm, und ich kreise jahrtausendelang; und ich weiß noch nicht: bin ich ein Falke, ein Sturm oder ein großer Gesang.

Rainer Maria Rilke, 1899

 Labyrinth_Panorama