HASELSTEINER-PREIS für den AFELDER DREIGESANG

„Aufn Öckal steht `s Hüttal“ – Mit diesem Lied, das der bekannte Tiroler Volksliedsammler F.F. Kohl schon um 1900 in der Wildschönau aufgezeichnet hat, konnte der Afelder Dreigesang die Juroren beim 23. Alpenländischen Volksmusikwettbewerb überzeugen und wurde dafür verdient ausgezeichnet.

Alle zwei Jahre findet dieses größte volksmusikalische Treffen von ca. 600 vorwiegend jungen Musizierenden aus dem ganzen Alpenraum in Innsbruck statt. Von fünf Jurys werden die Wertungen vorgenommen, Prädikate von Ausgezeichnet über Sehr Gut und Gut bis zum Teilgenommen vergeben und die Gruppen bzw. Solisten anschließend fachmännisch beraten. Dazu lädt man seit Gründung des Wettbewerbs im Jahre 1974 die besten Kenner und Könner aus den teilnehmenden (Bundes)Ländern ein.

Beim Festabend am Samstag durften 27 der insgesamt 54 ausgezeichneten Gruppen vor großem Publikum und laufenden Kameras auftreten. Einmal mehr wurde eindrucksvoll gezeigt, dass nicht Perfektion und Technik, sondern ein harmonischer Gesamteindruck, spürbare Musizierfreude und nicht zuletzt qualitätvolle Regionalität die Entscheidung der Juroren beeinflussen. Wer eine Auszeichnung bekommt, darf, ja muss als Vorbild gelten!

Als Höhepunkt werden an diesem Abend im Saal Tirol auch die begehrten Haselsteiner Preise überreicht. 2010 von Hans Peter Haselsteiner gestiftet, vergibt die Gesamtjury jeweils 4.000.- in maximal acht Kategorien. War das eine Freude, die gänzlich überraschten Gesichter des Afelder Dreigesangs zu sehen, als man sie als erste und einzige Nordtiroler Gruppe zur Verleihung des Preises aufgerufen hat! Auf die bronzene Plakette und die goldenen Anstecker dürfen sie zu Recht stolz sein.

Wie schreibt schon F.F. Kohl im Vorwort zu seinen Tiroler Liedern im Jahre 1899: „Wo man gut zu singen gewohnt ist wie in der Wildschönau …“ Liebe Sabrina, liebe Franziska und lieber Mathias – wir freuen uns mit euch!