Heizkostenzuschuss 2017/18

 

Das Land Tirol gewährt für die Heizperiode 2017/2018 nach Maßgabe der folgenden Richtlinie einen

einmaligen Zuschuss zu den Heizkosten:

Antrags- bzw. zuschussberechtigter Personenkreis:

  • Hauptwohnsitz im Bundesland Tirol
  • PensionistInnen mit Bezug der geltenden Ausgleichszulage/Ergänzungszulage
  • BezieherInnen von Notstandshilfe, Bevorschussung von Leistungen aus der Pensionsversicherung, Übergangsgeld nach Altersteilzeit
  • BezieherInnen von Krankengeld
  • BezieherInnen von Rehabilitationsgeld
  • BezieherInnen von Pflegekarenzgeld
  • AlleinerzieherInnen mit mindestens einem im gemeinsamen Haushalt lebenden unterhaltsberechtigten Kind mit Anspruch auf Familienbeihilfe
  • Ehepaare bzw. Lebensgemeinschaften mit mindestens einem im gemeinsamen Haushalt lebenden unterhaltsberechtigten Kind mit Anspruch auf Familienbeihilfe

Nicht antrags- bzw. zuschussberechtigt sind:

  • Personen, die zum Zeitpunkt der Antragstellung ein laufende Mindestsicherungs/Grundversorgungsleistung beziehen, welche die Übernahme der Heizkosten als Mindestsicherungs/Grundversorgungsleistung enthält
  • BewohnerInnen von Wohn- und Pflegeheimen, Behinderteneinrichtungen, Schüler- und Studentenheimen

Für die Gewährung gelten folgende Netto-Einkommensgrenzen:

  • € 870,00 pro Monat für allein stehende Personen
  • € 1.320,00 pro Monat für Ehepaare und Lebensgemeinschaften
  • € 215,00 pro Monat zusätzlich für das 1. und 2. und € 135,00 für jedes weitere im gemeinsamen Haushalt lebende unterhaltsberechtigte Kind mit Anspruch auf Familienbeihilfe
  • € 480,00 pro Monat für die erste weitere erwachsene Person im Haushalt
  • € 320,00 pro Monat für jede weitere erwachsene Person im Haushalt

Das monatliche Einkommen ist ohne Anrechnung der Sonderzahlungen (13. und 14. Gehalt) zu ermitteln. Einkommen, die nur 12 x jährlich bezogen werden (Unterhalt, AMS-Bezüge, Pensionsvorschuss, Kinderbetreuungsgeld), sind auf 14 Bezüge umzurechnen.

Bei der Ermittlung des monatlichen Einkommens sind anzurechnen:

  • Eigen-/Witwen-/Waisenpensionen/Unfallrenten/Pensionen aus dem Ausland
  • Einkünfte aus selbstständiger und nicht selbstständiger Arbeit (Lohn, Gehalt)
  • Leistungen aus der Arbeitslosen- und Krankenversicherung
  • Studienbeihilfen, Stipendien
  • Einkommen aus Vermietung und Verpachtung
  • Wochen-, Kinderbetreuungsgeld und Zuschüsse zum Kinderbetreuungsgeld
  • erhaltene Unterhaltszahlungen und -vorschüsse/Alimente
  • Nebenzulagen
  • Pflegekarenzgeld
  • Rehabilitationsgeld

Bei der Ermittlung des monatlichen Einkommens sind nicht anzurechnen bzw. in Abzug zu bringen:

  • Pflegegeldbezüge
  • Familienbeihilfen
  • Wohn- und Mietzinsbeihilfen
  • zu leistende Unterhaltszahlungen/Alimente, soweit sie gerichtlich festgelegt sind
  • Lehrlingsentschädigungen
  • Witwengrundrenten nach dem KOVG
  • Beschädigtengrundrente nach dem KOVG einschließlich der Erhöhung nach § 11 Abs. 2 und 3 KOVG
  • Rentenleistung nach dem Heimopferrentengesetz

Höhe des Heizkostenzuschusses:

Die Höhe des Heizkostenzuschusses beträgt einmalig € 225,00 pro Haushalt.

Verfahren:

Um die Gewährung eines Heizkostenzuschusses ist unter Verwendung des vorgesehenen Antragsformulars im Zeitraum vom 1. Juli bis 30. November 2017 bei der jeweils zuständigen Wohnsitzgemeinde anzusuchen. Die Antragsvoraussetzungen müssen jeweils zum Zeitpunkt der Antragsstellung vorliegen.

Die Gemeinden leiten diese Anträge nach Prüfung auf Vollständigkeit der Angaben und deren Bestätigung an das Amt der Tiroler Landesregierung, Abteilung Soziales, Bereich Unterstützung hilfsbedürftiger TirolerInnen, Michael-Gaismair-Str. 1, 6020 Innsbruck, weiter.

Für PensionistenInnen mit Bezug der Ausgleichszulage, wohnhaft außerhalb der Stadtgemeinde Innsbruck, denen im vergangenen Jahr der Antrag auf Heizkostenzuschuss des Landes bewilligt wurde, ist eine gesonderte Antragstellung nicht erforderlich. Für diesen Personenkreis stellt die Verwaltung des Landes der zuständigen Gemeinde eine entsprechende Personenliste zur Verfügung. Die Gemeinden haben die Richtigkeit der Angaben und die Anspruchsberechtigung für den Heizkostenzuschuss hinsichtlich der in der Liste angeführten Personen entsprechend den Vorgaben dieser Richtlinie zu prüfen und die Liste mit der entsprechenden Bestätigung dem Land zu retournieren.

Diese Dienststelle nimmt nach Prüfung der Anträge und Angaben die Auszahlung vor.

Dem Ansuchen sind folgende Unterlagen in Kopie anzuschließen:

  • Monatliche Einkommensnachweise
  • Nachweis über den Bezug der Familienbeihilfe (bei Kindern im gem. Haushalt)
  • Bestätigung der Wohnsitzgemeinde am Antragsformular
  • Antragsteller aus Innsbruck – Meldebestätigung

Antragsformular:

Antragsformular_Heizkostenzuschuss_2017

Der Heizkostenzuschuss kann bis 30.11.2017 in der Gemeinde beantragt werden. Bei Fragen hilft Ihnen unsere Sachbearbeiterin Martina Seisl gerne weiter.