Julia’s Lehrlings-G’schichten… JÄNNER: ANNA HOHLRIEDER aus OBERAU

Julia Riedmann aus Oberau besucht für WIWI Lehrlinge aus dem Hochtal und stellt ihnen allerlei Fragen zu ihrem Lehrberuf:

 

Anna Hohlrieder aus Oberau, Zauberwinkl, ist 16 Jahre alt und schlau, denn sie macht eine Lehre in der Wildschönau. Im Salon Karin in Niederau erlernt sie den Beruf der Friseurin. Wir waren neugierig und wollten mehr über ihre Ausbildung und ihr Leben wissen:

 Wie lange bist du bereits in deinem Lehrberuf als Friseurin tätig?
Ich lerne bereits seit 1 ½ Jahren und befinde mich daher im 2. Lehrjahr. Abgeschlossen wird die Lehre nach 3 Jahren.

Was war als Kind dein erster Traumberuf?
Früher wollte ich Volksschullehrerin oder Kindergärtnerin werden, habe dann aber relativ schnell den Beruf als Friseurin für mich entdeckt.

Hast du früher als Kind auch schon gerne andere Menschen oder Puppen frisiert?
Ja, mir gefiel es früher schon sehr gut meine Schwester zu frisieren und mir selber schöne Frisuren zu machen.

Warum hast du dich für diesen Lehrberuf in der Wildschönau entschieden?
In der Zeit als ich noch die Hauptschule in Oberau besuchte, bekam ich die Möglichkeit einmal beim Friseursalon Karin in Niederau zu schnuppern. Da gefiel es mir damals schon sehr gut. Deshalb habe ich mich entschieden dort meine Lehre beginnen zu wollen.

In welcher Schule hast du dein 9. Schuljahr absolviert?
Nach vier Jahren Hauptschule in Oberau besuchte ich für ein Jahr die LLA Weitau in St. Johann in Tirol. Danach habe ich meine Lehre begonnen.

Was ist deine Lieblingstätigkeit im Beruf?
Am liebsten schneide ich den Kunden die Haare, ob Männern oder Frauen, das ist mir egal. Ansonsten mache ich gerne Hochsteckfrisuren und Zöpfe.

Bei welchen Aufgaben hattest du am meisten Schwierigkeiten diese zu erlernen?
Das Schwierigste am Anfang war sicherlich das Machen einer Dauerwelle. Dies erlernte ich zuerst an Puppen, um es später dann bei den Kunden ohne Schwierigkeiten schaffen zu können.

Gibt es ein lustiges Hoppala, welches dir während der Arbeit einmal passiert ist?
Ja, das gab es bereits auch schon (lacht). Einmal habe ich bei einem Herrn die Koteletten unterschiedlich lange geschnitten ohne dass es mir aufgefallen ist. Er wäre schon fast gegangen, aber Gott sei Dank hat dies meine Chefin Karin noch rechtzeitig gesehen, sodass wir sie ihm noch gleich lange schneiden konnten.

Möchtest du dich nach der Lehrabschlussprüfung noch in diesem Beruf weiterbilden?
Die Ausbildung zum Meister wäre sicherlich mein Ziel. Ich könnte diese Ausbildung bereits nach der Lehrabschlussprüfung beginnen, aber ein paar Jahre Berufserfahrung dazwischen wäre sicher von Vorteil. Um den Meister machen zu können, müsste ich die Ausbildung zum Unternehmer machen, um dann die Weiterbildung zum Meister machen zu können.

Was machst du in deiner Freizeit als Ausgleich zu deinem Berufsalltag?
Am liebsten treffe ich mich mit meinen Freunden, um mit ihnen etwas zu unternehmen oder ein wenig auszugehen. Im Winter gehe ich auch sehr gerne Ski fahren.

Hast du ein Vorbild?
Im Beruf ist mein Vorbild auf jeden Fall meine Chefin Karin Hörbiger, denn sie ist erst 24 Jahre alt, hat aber schon so vieles geschafft und geleistet. Das finde ich wirklich beeindruckend.

Wem würdest du die Lehre als Friseur/-in weiterempfehlen und warum?
Am besten geeignet sind sicherlich Menschen die kreativ sind und den direkten Umgang mit den Kunden mögen. Ob Mädchen oder Jungs, das ist egal.

Danke für das Interview.

image sources

  • Julia`s Lehrlingsgschichten: Walter Stadler
  • Anna Hohlrieder: Walter Stadler