“Laterne, Laterne, Sonne, Mond und Sterne…”

WILDSCHÖNAU-THIERBACH (klausm) Eine kleine Geste machte seinerzeit den Offizier Martin weltberühmt, dadurch nämlich, dass Ritter Martin vor den Toren von Amien vom Pferd stieg, trotz extremer Kälte mit seinem Schwert seinen Mantel zerteilte und ihn mit einem Bettler am Straßenrand teilte. Tags darauf erschien dem hilfsbereiten Martin Christus in der Gestalt des Bettlers mit den Worten: “Was du dem geringsten meiner Brüder getan hast, das hast du mir getan“. Diese Begebenheit machte Martin schließlich weltberühmt.

Am 11. November wird daher landesweit dem Hl Martin gedacht. Mancherorts ziehen Kinder und Erwachsene mit Laternen bestückt hinter einem als „römischem Soldaten“ verkleideten Reiter auf einem Pferd hinterher, so auch in Thierbach, dem mit knapp 1200m Seehöhe kleinsten Kirchdorf der Wildschönau (Nieder- Oberau, Auffach, Thierbach) im Bezirk Kufstein.

Hier waren 6 Kindergarten- und 11 Schulkinder der 4-klassigen Volksschule bei Einbruch der Dunkelheit gemeinsam mit Eltern, Großeltern, Onkel und Tanten unter der Führung der Betreuerinnen Lemke und Tanja, sowie der Direktorin Stefanie und Lehrerin Bernadette unterwegs. Vorneweg Hermine Klingler mit ihrer 3-jährigen Norikerstute „Mercedes“ und einem jungen Ritter im Sattel, drehte der Laterndlumzug eine kleine Runde, nicht zu lang, weil’s eh’ schon ganz schön frisch wurde. Vom Kindergarten hinüber zum „Sollererwirt“, um die Kirche herum, hinunter bis zum Gasthof „Gradlspitz“ und wieder zurück zum Kindergarten, zum abschließenden Laterndlumzugfinale hinterm Schulhaus. Lagerfeuer, Selbstgebackenes und diverse Getränke, Erfahrungsaustausch, geselliges Beisammensein, die Kinder hinterm Schulhaus im ersten Schnee spielen lassen, nachbarschaftlichen Hoagascht pflegen, nicht zu lange bleiben, bald einmal auf den Heimweg machen.