Sei nicht grauslig!

Eines Vorweg:

Viele Hundebesitzer handeln vorbildlich und sammeln den Hundekot ihres Vierbeiners ein um ihn ordentlich zu entsorgen – soweit so gut.

An die schwarzen Schafe:

Die Hinterlassenschaften Ihres Vierbeiners sind immer von Ihnen zu beseitigen.

(das gilt freilich auch für “Hundesitter”, “Leih-Gassi-Geher”, “Sich-fremde-Hunde-nur-mal-schnell-Ausborger” und dgl. – also immer für das menschliche Ende der Leine)

Insbesondere auf Feldern und Wiesen bereitet Hundekot besondere Probleme. Felder und Wiesen  gehören meist einem Landwirt, der darauf Lebensmittel (Gemüse) oder ein qualitativ hochwertiges Futter für seine Nutztiere gewinnt, von denen wiederum die tierischen Lebensmittel Milch und Fleisch stammen.

  • Die Verschmutzung dieser Flächen mit Hundekot widerspricht daher den Grundsätzen einer hygienischen Futter- bzw. Lebensmittelgewinnung, ist für die mit der Bearbeitung der Felder befassten Personen ekelerregend und kann darüber hinaus eine Gesundheitsgefährdung für Mensch und Tier (vor allem Rindern) darstellen.
  • Mit dem Hundekot können Bandwurmeier, Fadenwürmer und Eier von Einzellern ausgeschieden werden, die bei landwirtschaftlichen Nutztieren und auch bei Menschen Erkrankungen hervorrufen können (Finnenerkrankungen beim Menschen, Aborte durch Neospora caninum bei Rindern). Die regelmäßige Entwurmung der Hunde bietet zwar eine gute Vorbeugung gegen Band- und Fadenwürmer, eine Neuansteckung und damit Ausscheidung zwischen den einzelnen Entwurmungen kann aber nie ganz ausgeschlossen werden. Gegen die Neosporose bei Hunden und Rindern (nicht auf den Menschen übertragbar) gibt es keine Behandlungsmöglichkeit.

Zur Förderung eines möglichst konfliktfreien Zusammenlebens und einer sauberen Umwelt sollten folgende Verhaltensregeln beachtet werden:

  • Die Hinterlassenschaft des vierbeinigen Lieblings ist nach dem Geschäft einzusammeln. Hiezu eignen sich Hundekotsackerl, welche von der Gemeinde gratis abgegeben werden oder an den Gassi-Stationen entnommen werden können.
  • Mit dem Einsammeln ist es jedoch noch nicht getan, der zweite offenbar sehr herausfordernde Schritt ist die Entsorgung!
  • Die Hundekotsackerl gehören nicht
    • an den Wegesrand,
    • sie sind auch nicht dazu da um sie in die Wände von Holzstadeln “einzubauen” (tatsächlich schon gesehen),
    • auch sollten damit keine Bäume “dekoriert” werden
    • und schon gar nicht gehören sie in die Wiese …………..
  • Die Hundekotsackerl  gehören ausnahmslos in den Restmüll.

 

Die Gemeinde Wildschönau hat im Gemeindegebiet 36  Hunde-Gassi-Stationen errichtet, damit der Hundekot ordnungsgemäß entsorgt werden kann. In den Gassi-Stationen können kostenlos Hundekotsackerl entnommen werden. Weiters können im Gemeindeamt kostenlos Hundekotsackerl abgeholt werden.

Hiezu noch ein paar Zahlen:

  • Eine Gassi-Station kostet ohne Montage € 299,0
  • Die Gemeinde Wildschönau hat für die Gratis-Hundekotsackerl im Jahr 2016 € 1.600.- ausgegeben
  • Die Entleerung übernehmen Bauhof und TVB; eine Mannstunde kostet ca. € 25,0

Bitte nutzen Sie unser Angebot. Die Verantwortung liegt immer am anderen Ende der Leine, beim Menschen!

Bitte Informieren Sie auch Ihre Gäste über die ordnungsgemäße Entsorgung von Hundekot.

Unsere Sachbearbeiterin Brigitte Margreiter steht bei Fragen gerne zur Verfügung!

Übersicht Hundestationen: