Silvesterfeuerwerke …

Im Ortsgebiet gilt ein generelles und ganzjähriges Feuerwerksverbot nach dem Pyrotechnikgesetz. Der Bürgermeister kann hiervon Ausnahmen verordnen.

Bürgermeister Hannes Eder hat keine generelle Ausnahme für Feuerwerke innerhalb des Ortsgebietes verordnet. Eine erhöhte Brandgefahr aufgrund der geringen Niederschlagsmengen ist nicht auszuschließen. Aufgrund des anhaltenden Hochdruckwetters wäre zudem mit erheblicher Feinstaubbelastung zu rechnen unter der Asthmatiker und Allergiker besonders zu leiden hätten. Einzig das Klangfeuerwerk am 01.01.2017 in Oberau wurde behördlich bewilligt und wird sicherlich bei Groß und Klein für Staunen und Begeisterung sorgen.

Für den Bezirk Kufstein ist derzeit außerhalb des Ortsgebietes noch kein Verbot erlassen worden. Siehe u.a http://tirol.orf.at/news/stories/2816921/.

Daraus ergibt sich zusammengefasst, dass nach derzeitigem Stand auf Flächen die weder im Ortsgebiet liegen, noch in gefährdeten Bereichen (z.B Waldrand und Wald, in der Nähe von Holzhäusern und Stadel etc.) auch private Feuerwerke, freilich nur mit Zustimmung des Grundeigentümers, abgebrannt werden dürfen. Hier wird es eine Sache des Hausverstandes sein in Gebieten, wo Brandgefahr besteht, kein Feuerwerk abzubrennen.
Ergänzung: Aufgrund der aktuellen Wetterlage und der vorherrschenden großen Trockenheit wurde durch die Bezirkshauptmannschaft Kufstein ein absolutes Abfeuerverbot für pyrotechnische Gegenstände und Sätze (wie zB Raketen, Feuertöpfe, Knallkörper …) ausgesprochen!!!
Bei nicht beachten ist mit Geldstrafen von bis zu € 7.270,- oder mit Freiheitsstrafen bis zu 4 Wochen zu rechnen.
sh. Verordnung im Detail…

Die pyrotechnischen Gegenstände werden nach dem Pyrotechnikgesetz entsprechend ihrer Art und Wirkung in vier Klassen eingeteilt:

Pyrotechnische Gegenstände im Sinne dieses Bundesgesetzes sind Unterhaltungs- oder technischen Zwecken dienende Erzeugnisse, die Sätze (Stoffe oder Stoffmenge) enthalten, bei deren willkürlich ausgelöster chemischer Zustandsänderung bestimmte Bewegungs-, Licht-, Knall-, Rauch-, Nebel-, Druck- oder Reizwirkungen hervorgerufen werden sollen.

Klasse I:
Feuerwerksscherzartikel, Feuerwerksspielwaren (Gesamtsatzgewicht – = Anfeuerungs-, Treib- und Effektsatz – nicht mehr als 3 g). Pyrotechnika dieser Kategorie sind zB. Party- & Tischfeuerwerke, Gold- u. Silberregen, Wunderkerzen oder Knallerbsen. Einfuhr, Überlassung, Besitz und Verwendung von pyrotechnischen Gegenständen der Klasse I unterliegen im Wesentlichen keiner Beschränkung, ein verantwortungsvoller Umgang ist aber auch mit diesen Artikeln unumgänglich. Das Mindestalter für Besitz und Verwendung beträgt jedoch bei der Kategorie F1 12 Jahre, bei der Kategorie S1 16 Jahre.

Diese Produkte müssen um in Österreich verwendet werden zu dürfen zudem folgende Bedingungen erfüllen:

  • CE-Kennzeichnung, Registriernummer und Angaben zum Hersteller/Importeur
  • Die Gebrauchsanweisung muss auf dem Gegenstand in deutscher Sprache ersichtlich sein.
  • Die Altersbeschränkung muss ersichtlich sein.
  • Die Klassenzugehörigkeit (F1) muss ersichtlich sein.
  • gegebenenfalls „nur zur Verwendung im Freien“ und einen Mindestsicherheitsabstand;
  • Nettoexplosivmenge

Klasse II:
Kleinfeuerwerk (Gesamtsatzgewicht von mehr als 3 g bis 50 g). Pyrotechnika dieser Kategorie sind etwa Raketen und Batterien, so genannte römische Lichter, Schweizer Kracher, Vulkane oder Sonnenräder. Diese pyrotechnischen Gegenstände dürfen Personen unter 18 Jahren nicht überlassen und von diesen weder besessen noch verwendet werden. Die Verwendung im Ortsgebiet (Bürgermeister kann Ausnahmen verordnen) und in geschlossenen Räumen ist verboten. Eine gemeinsame Zündung (das Verleiten) von Artikeln der Klasse F2 ist nicht erlaubt. (Ausnahme Batterien sowie Inhaber eines Pyrotechnikausweises).

Diese Produkte müssen um in Österreich verwendet werden zu dürfen zudem folgende Bedingungen erfüllen:

  • CE-Kennzeichnung, Registriernummer und Angaben zum Hersteller/Importeur
  • Die Gebrauchsanweisung muss auf dem Gegenstand in deutscher Sprache ersichtlich sein.
  • Die Altersbeschränkung muss ersichtlich sein.
  • Die Klassenzugehörigkeit (F2) muss ersichtlich sein.
  •  Hinweis „nur zur Verwendung im Freien“ und gegebenenfalls einen Mindestsicherheitsabstand;
  • Nettoexplosivmenge

Die Klassen III & IV fassen Artikel zusammen, die nur an Personen mit besonderer behördlicher Bewilligung  werden dürfen und auch nur von solchen verwendet werden dürfen.

Klasse III:
Mittelfeuerwerk (Gesamtsatzgewicht von mehr als 50 g bis 250 g). Besitz und Verwendung von pyrotechnischen Gegenständen der Klasse III ist nur mit behördlicher Bewilligung  erlaubt. Einfuhr, Überlassung, Besitz und Verwendung von pyrotechnischen Gegenständen der Klasse III mit einer Steighöhe von mehr als 100 m sind verboten.

Klasse IV:
Großfeuerwerk (Gesamtsatzgewicht von mehr als 250 g.) Besitz und Verwendung von pyrotechnischen Gegenständen der Klasse IV ist ebenfalls nur aufgrund einer behördlichen Bewilligung zulässig; zur Erlangung dieser Bewilligung ist der Nachweis von Fachkenntnissen auf dem Gebiet der Pyrotechnik erforderlich.

Link: Pyrotechnikgesetz

Es wird um Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen ersucht.

Guten Rutsch! – Gemeindeamt Wildschönau