Tolle Aktion der Wildschönauer Landjugend

“Wenn beim Handel der Hausverstand versagt sind die Konsumenten gefragt”, LK-Präsident Josef Hechenberger ist entrüstet über unfaire Handelspraktiken des Handelsriesen BILLA. Dieser verkauft ägyptische Kartoffel, die rund 5000 Transportkilometer auf dem Buckel haben, während heimische Kartoffelbauern coronabedingt vor übervollen Lagern verzweifeln. 

Und genau da setzte die Wildschönauer Landjugend unter Federführung der beiden Gebietsleitern Katharina Moser aus Thierbach und Hannes Hohlrieder aus Niederau ein starkes Zeichen.

Vom “Brenner-Hof” aus Rietz im Tiroler Oberland wurden 4 Tonnen hochwertigster Kartoffel angekauft, und von den Mitgliedern der Landjugend an die Haushalte zu einem günstigen Preis verkauft. Diese Kartoffel wären entweder in einem Bio-Heizwerk gelandet oder verfüttert worden.

Die Aktion hat auf alle Fälle voll eingeschlagen, sagt Katharina Moser aus Thierbach, mehr als 400 Säcke mit dem hochwertigen Lebensmittel wurden verteilt. Da haben alle Mitglieder der Landjugend aus der Wildschönau kräftig mitgeholfen.

Auch Gebietsleiter Hannes Hohlrieder aus Niederau freut sich: “In 4 Tagen waren die Kartoffel alle verkauft, und die Konsumenten sind auch der Meinung, bevor unsere großen Lebensmittelketten Kartoffel aus Ägypten über tausende Kilometer ins Land gebracht werden, kaufen wir doch lieber Regional ein“, sagt Michael Dummer aus Niederau. Auch Johanna Gastl vom „Buschtoimoos-Bauern“ schließt sich dem an.

LK Präsident NL Josef Hechenberger ist überzeugt: “Unsere Konsumentinnen und Konsumenten wollen heimische Qualität. Ich bin überzeugt, dass nicht viele zu diesem ausländischen Produkt greifen und Stimmung gegen solche Praktiken machen werden.”

„Unsere heimischen Kartoffelbauern stehen vor ihren vollen Lagern, da wichtige Abnehmer aus Gastro und Tourismus ausfallen. Seit Wochen arbeiten wir auf Hochtouren daran, die über 2000 Tonnen Speisekartoffel in den Absatz zu bringen und dann findet man im Gemüseregal der Lebensmittelkette Billa Kartoffeln aus Ägypten, die um das Vierfache des Kampfpreises, für den unsere Tiroler Kartoffeln zum Kauf angeboten werden, verkauft werden”, so Hechenberger sichtlich verärgert.

Die Wildschönauer Landjugend hat ihre Hausaufgabe gut gemacht, in den nächsten Wochen und Monaten wird man genau hinschauen, woher die Lebensmittel kommen. “Das soll nicht die letzte Aktion gewesen sein”, sagt Hannes Hohlrieder.