Verleihung Meisterbrief mit Auszeichnung an Andreas Mayr

Jungmeisterinnen und Jungmeister sind Botschafter der dualen Ausbildung

Im Kurhaus Hall wurde die jüngste Meistergeneration ausgezeichnet. Mit dabei auch Andreas Mayr, der seine Ausbildung zum Mechatronikermeister sogar mit ausgezeichnetem Erfolg abschließen konnte!

146 junge Damen und Herren haben den mutigen Schritt gewagt und stehen nach Wochen der Vorbereitung auf ihre Prüfungen auf dem obersten Treppchen ihrer beruflichen Karriere. Diese außerordentliche Leistung feierte die Sparte Gewerbe und Handwerk gebührend, im Beisein von WK-Präsident Jürgen Bodenseer und LR Johannes Tratter sowie zahlreichen Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern, mit einer feierlichen Gala im Kurhaus Hall.

Mit der Verleihung der Meisterbriefe und Befähigungsurkunden beginnt für die wortwörtlichen Meisterinnen und Meister ihres Faches nun ein neuer Lebensabschnitt, der viele innerhalb der nächsten Jahre in die Selbstständigkeit führen wird.

Neu ist auch der Obmann der Sparte Gewerbe und Handwerk: Georg Steixner hat – nach 18 Jahren als Spartenobman und 5170 überreichten Meisterbriefen – mit Jahreswechsel das Amt an Franz Jirka übergeben.

Als dreifacher Meister (Rauchfangkehrer, Gas- und Sanitärtechnik, Heizungstechnik) weiß Jirka nur allzu gut, welche Anstrengungen hinter den Jungmeisterinnen und Jungmeistern liegen. “Den Meisterbrief gibt es nicht einfach zum Mitnehmen. Da steckt viel Zeit, Geld, Energie und – natürlich – fachliche Kompetenz dahinter. Ihr habt bewiesen, dass ihr das Durchhaltevermögen habt, diese Ausbildung erfolgreich zu Ende zu bringen und darauf könnt ihr sehr, sehr stolz sein!”

Duale Ausbildung wird im Ausland geschätzt

Nach 25 Jahren Selbstständigkeit ist Jirka überzeugt, dass nur mit der Meisterausbildung den Kunden jene Qualität geboten werden kann, die sie erwarten. “Für den Kunden ist diese selbstverständlich, das spricht für das hohe Niveau hierzulande. Dass es aber gleichzeitig alles andere als selbstverständlich ist, zeigt der Blick über die Grenze, wo oft gilt ‘Mache alles – kann nichts’. Schlussendlich zahlt der Kunde drauf”, so Jirka.

Es sei deshalb nicht verwunderlich, dass viele Staaten Österreich um das duale Ausbildungssystem beneiden würden. Dieses sei laut Jirka eine Errungenschaft, die es gegen Liberalisierungsversuche aufrechtzuerhalten gelte. Was es in Österreich daher brauche, sei eine Trendumkehr in der Wertigkeit der Meisterausbildung. “Wir sollten stärker auftreten, wir dürfen mehr Stolz zeigen. Was spricht dagegen, unser Ausbildungssystem zu exportieren und Österreich zum Zentrum für die fachliche, handwerkliche Meisterausbildung zu machen?”, fragt Jirka in die Runde.

Antworten auf Digitalisierung finden

Auch zu einem derzeitigen Dauerbrenner konnte sich der neue Obmann Jirka ein Wort nicht verkneifen. Die Digitalisierung sei im Gewerbe und Handwerk viel weiter, als immer propagiert werde. Die Herausforderung sei, auf die zunehmende Geschwindigkeit die richtigen Antworten zu finden. Wichtig sei es, so Jirka zum Schluss, zu filtern, was davon für den Betrieb nötig ist und was nur Spielerei: “So toll es auch ist, sein zukünftiges Heim durch eine Virtual-Reality Brille zu durchschreiten, braucht es nach dem Ablegen der Brille immer noch Handwerker, die das in die Tat umsetzen und das Haus bauen!”

Die Gemeinde Wildschönau gratuliert Andreas Mayr sehr herzlich zur tollen Leistung und wünscht Alles Gute für die private und berufliche Zukunft…

 

Bürgermeister Hannes Eder freut sich mit Jungmeister Andreas Mayr, Copyright „Die Fotografen, Innsbruck“

 

Die Jungmeister mit ausgezeichnetem Erfolg, Copyright „Die Fotografen, Innsbruck“

 

Mechatronikermeister bei der Meisterbriefverleihung 2018, Copyright „Die Fotografen, Innsbruck“