Viele freiwillige Hände schaffen gemeinsam mehr Futterfläche auf der Alm

pressemitteilung

Ehrenamtliche „Almputzer“ helfen im Rahmen eines Bergwaldprojektes im Wildschönauer Auffach bei der Pflege der Weideflächen und leisten damit einen wesentlichen Beitrag zur Erhaltung der Kulturlandschaft.

Vom 25.09. bis 01.10.2016 sind acht Freiwillige und Projektleiter Helmut Rotter auf der Hönigkaser-Alm unterwegs. Es wird geschwendet was das Zeug hält, d.h. die Futterflächen werden von unerwünschtem Bewuchs befreit. Aber nicht nur die Astscheren kommen zum Einsatz, beim Entsteinen ist auch Muskelkraft gefragt. Der Bezirksobmann der Landwirtschaftskammer Hans Gwiggner ist vom Projekt des Österreichischen Alpenvereins begeistert, bei dem Verbuschung und Verwaldung auf der 345 ha großen Hönigkaser-Alm hintangehalten werden: „Kulturlandschaft ist das Ergebnis von regelmäßiger Pflege und keine Selbstverständlichkeit. Zudem werden die Almbauern unterstützt und das Verständnis der Gesellschaft gefördert.“

Projektinitiator Georg Eder, selbst Mitglied der Almgemeinschaft Hönigkaser, erklärt: „Gab es früher noch fünf bis sechs Leute pro Hof, so sind die Bauer heute um die Mithilfe der engagierten Freiwilligen froh.“

In zwei Gruppen wird gearbeitet, um die Weidefläche für die 75 Kühe, 65 Stück Jungvieh und 20 Kälber instandzuhalten. „Dafür opfern einige sogar ihren Urlaub“, betont Projektleiter Rotter. „Wichtige Dinge im Leben sollte man mindestens zweimal tun!“ sagt Gabriele, die wie vor einem Jahr wieder extra aus Berlin angereist ist, und schleppt gemeinsam mit Heidrun, die hier die Harmonie zwischen Mensch, Natur und Tier besonders stark empfindet, das Schwendmaterial weiter zum Feuer. Wegen der Abgeschiedenheit des Geländes darf hier das Schnittgut gleich verbrannt werden.

 

 

bild-1-hoenigkaser-alm

Hönigkaseralm

bild-2-keine-gute-weideflaeche-verbuscht

Verbuschte Weidefläche

bild-5-freiwillige-vor-der-hoenigkaser-alm

Freiwillige

 

image sources

  • pressemitteilung: Miriam Bogner