Wasserleitungsordnung und Anhebung der Wasserbenützungsgebühr


Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am 31.07.2017 die neue Wasserleitungsordnung beschlossen.

Mit dieser Wasserleitungsordnung wurden einige Klarstellungen und auch Verbesserungen für die privaten Wasserleitungen beschlossen. Das bedeutet, dass die Endverbraucher in Zukunft nur mehr für die Instandhaltung der Leitung auf eigenem Grund zuständig ist. Alle anderen Leitungen werden durch die Gemeinde Wildschönau in Stand gehalten.

Zusammenfassung der wesentlichen Neuerungen der Wasserleitungsordnung:

Zugleich wurde im Gemeinderat am 31.07.2017 auch eine Anhebung der Wasserbenützungsgebühr ab 01.09.2017 auf € 1,0 pro m3 inkl. USt beschlossen.

Seit dem Jahr 2013 ist im Haushalt der Gemeinde Wildschönau zu beobachten, dass der Bereich Wasserversorgung nur mit Zuschüssen aus dem allgemeinem Budget abgeschlossen werden kann. Zwar sind die laufenden Ausgaben in etwa mit den Einnahmen aus den eingehobenen Wassergebühren gedeckt, nicht aber alle Investitionen und größere Projekte. So mussten z. B. der Leitungstausch in Oberau Dorf, die Sanierung der Quellfassung Aschbach, der Einbau von UV-Anlagen sowie der neue Hochbehälter Niederau durch Zuschüsse aus dem Gemeindebudget finanziert werden. Auch anstehende Investitionen (z.B. Leitungskataster, Sanierung der Gruber Quellen, Tausch alter Leitungen in Oberau, Verbindung Kircher Wasser) und sonstige größere Projekte wären derzeit durch die Wassergebühren nicht mehr gedeckt. Auch durch die, für den Grundstückseigentümer vorteilhafte (teilweise) Übernahme von Herstellung und Instandhaltung in der neuen Wasserleitungsordnung werden der Gemeinde Mehrkosten entstehen. Im Hinblick darauf, dass nicht alle Gemeindebürger auch Wasser aus dem Netz der Gemeinde Wildschönau beziehen, ist es längerfristig auch eine Frage der Gerechtigkeit, dass die Aufwendungen der Wasserversorgungsanlage auch durch die angeschlossenen Objekte in Form der Wassergebühren getragen werden.

Zudem ist die Abrufung von Bundesförderungen an eine Einhebung eines Mindestbetrages gebunden, der momentan bei einer Höhe von € 1,0 pro m3 inkl. USt. festgelgt ist. So musste die Gemeinde Wildschönau beim Bauvorhaben des neuen Hochbehälters Ramsen und der Fernwirkanlage auf die Bundesförderung von 20-25% der Investitionssumme verzichten – Das wäre in etwa ein Zuschuss von 214.000,- Euro gewesen.

Aus all diesen Gründen und um dem Grundsatz des ausgeglichenen Hausaltes (nicht gewinnorientiert!) auch in Zukunft gerecht werden zu können, erfolgt daher die Anhebung der Wasserbenützungsgebühr auf den durch den Bund vorgegebenen Mindestbetrag von € 1,0 pro m3 inkl. USt.

Wasserbenützungsgebühren anderer Gemeinden im Bezirk: