Wildschönauer zelebriert Gottesdienstübertragung im ORF am Sonntag

Gottesdienstübertragung aus Salzburg-St.Paul am Sonntag, 30.06.2019, 9.30 Uhr, ORF 2

Der gebürtige Wildschönauer Peter Hausberger feiert am Sonntag, 30.06.2019 mit seiner Pfarrgemeinde in Salzburg-St. Paul den Gottesdienst zum Kirchweih-Fest. Bereits zum zweiten Mal im heurigen Jahr wird aus der Konzilspfarre St.Paul der Gottesdienst im ORF übertragen.

„Zur Freiheit hat uns Christus befreit“ (Gal 5,1)
Am 23. Jahrestag der Kirchweihe der Pfarrkirche Salzburg-St. Paul nimmt die feiernde Gemeinde diesen Satz des Apostels Paulus als Motto. Paulus hat ihn an die Gemeinden in Galatien geschrieben. Er hat herkömmliche Festlegungen hinterfragt. Es geht aber nicht um Beliebigkeit. Entscheidend waren für ihn die eigene Erfahrung der Liebe Gottes und ein Glaube, der durch die Liebe wirksam wird. Für die christlichen Kirchen ist es auch heute ein hoher Anspruch, von der Freiheit Christi her zu denken und zu handeln.

Mit der Gemeinde feiern Dechant Peter Hausberger und Pastoralassistentin Ingrid Leitner. Die musikalische Gestaltung obliegt dem Chor der Konzilspfarre St. Paul sowie dem Jugendensemble und den Kindergartenkindern unter der Leitung von Brigitte Fränzl. Sologesang und musikalische Leitung: Markus Ennsthaller. Orgel: Peter Mittendorfer.

Zur Person:
Pfarrer Mag. Peter Hausberger wurde 1951 beim Haus Seiwald in Niederau geboren. Er studierte an der Universität Salzburg und wurde 1977 zum Priester geweiht. Seine erste Station als Diakon war die Pfarre Zell am See-Schüttdorf, als Kooperator wirkte Hausberger in Kitzbühel und Taxham. Im Anschluss war er als Pfarrer für Badgastein und Böckstein zuständig. Seit 1994 ist er Pfarrer von St. Paul und seit 2011 auch von Leopoldskron-Moos in Salzburg.

Zur Pfarrkirche:
Vorbild der Konzilsgemeinde St.Paul ist natürlich der Apostel Paulus mit seinem grenzüberschreitenden Einsatz, seinem Mut und seiner Begeisterungsfähigkeit. Aus dem Geist des II. Vatikanischen Konzils entstand in den 70-er Jahren die engagierte Gemeinde, deren zentrale Anliegen bis heute, 54 Jahre nach Abschluss des II. Vatikanums, lebendige Liturgie, gemeindliche Pfarrstruktur und Ökumene sind. Der Kirchenraum der Pfarrkirche suggeriert die Form eines Zeltes, Symbol für die Kirche, das pilgernde Gottesvolk, ganz im Sinne des II. Vatikanums.
Zentrum des Kirchenraums ist der Altarraum (gestaltet vom Maler und Bildhauer Hubert Schmalix). Der Altar symbolisiert Christus, hier wird er unter den Gestalten von Brot und Wein gegenwärtig. Der Altar ist ein rot gefärbter Betonblock, der etwas aus der Mitte gerückt ist. In Nischen sind zwölf Köpfe aus Bronze eingelassen. Zwölf ist die Zahl der Stämme Israels und die Zahl der Apostel. Die Köpfe sind sehr verschieden und weisen damit auch auf die ganze Menschheit: Junge und Alte, Männer und Frauen, Menschen vieler Völker und Kulturen. Der aufrecht stehende, ebenfalls rot gefärbte Ambo ist ein Pendant des liegenden Altarblocks. Auch er ist, nach der anderen Richtung hin, etwas aus der Mitte gerückt. Beide, Wort und Sakrament, sind aufeinander bezogen. Auch im Ambo sind Bronzeköpfe eingelassen, einer und vier. Mit dem einen ist sicher Paulus gemeint, die vier versinnbildlichen die Evangelisten, spielen aber auch auf die vier großen Propheten an (Jesaja, Jeremia, Ezechiel, Daniel). Am Ambo werden ja Worte des Alten wie des Neuen Bundes verkündet.